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BeitragVerfasst: 27.06.2013 22:01 
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genau...immerhin sind wir eine Familie..... :air_kiss:



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BeitragVerfasst: 28.06.2013 19:56 
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Earthshine2411 hat geschrieben:
Ein Milchbauer bekommt, wenn er Glück hat, gerade 32 ct den Liter Milch und an einem ganzen Schwein hat der Schweinebauer ca. 20.- brutto.
Nur mal so ist zu bedenken :das die Milchbauern Ihre Milchkühe sooft leer pumpen, das eine Milchkuh nur ca. 2 jahre alt wird.
Da muss ich mich doch jetzt auch mal wieder in die allgemeine Abschweifung, äh, Diskussion einmischen.

Das kann doch wieder alles nicht stimmen, Earth! Eine Kuh fängt doch im Alter von gut zwei Jahren und, wenn sie das erste Mal gekalbt hat, überhaupt erst an, Milch zu geben. Wenn sie dann schon tot wär, wär's schon blöd. Auch die von manchen "Interressengruppen" genannten 5 Jahre Lebenserwartung sind eindeutig noch zu kurz. Allein um die Kosten "einzuspielen", muss die Kuh mindestens 10-15 Jahre alt werden.

Ähnlich ist es bei deinem Schweine-Beispiel. Würde der Bauer nur 20,-€ für ein Schein bekommen, gäbe es schon lange keine Schweinebauern mehr. Allerdings soll es zurzeit tatsächlich so sein, dass die Bauern sogar draufzahlen, weil sie von den Schlachthöfen nur 1,50 € pro kg Schlachtgewicht bekommen und es schon etwas mehr sein müsste, um wenigstens die Kosten zu decken. Lange kann das nicht so weitergehen.



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(Friedrich Nietzsche)
siehe "Energie wende"😀
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BeitragVerfasst: 30.06.2013 20:01 
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aha....das mit dem schwei stimmt also......bist ja sogar selbst da druff gekomme :lol:

das mit der kuh . ist natürlich richtig, die wird erst zu Tode gesaugt , wenn Sie Milch gibt ( also gekalbt hatte).



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BeitragVerfasst: 01.07.2013 11:35 
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So nach einer Pause kann ich mich wieder hier bissel einmischen :)


Ein Punkt wird in Bezug auf "Die Deutschen" gerne ausgelassen. Der Überwiegende Teil der deutschen sind relativ gut ausgebildet. Ob nun Universitäre Abschlüsse, Hochschule, Abitur klassische klassische Ausbildung. Um all das zu erreichen muss man sich hierzulande ziemlich in Zeug legen. Ich will dabei jetzt keiner dieser Wege besonders hervorheben weil alle auf ihre art schwer sein können und das auch nicht das Thema ist. Wenn man nach diesem beschwerlichen Weg und mit einem relativ gutem Abschluss in der Tasche kaum einen Job findet könnte man natürilch sagen "ja dann man ja irgend einen knochen Job annehmen (Spargelstechen, toiletten Putzen usw).

Doch aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen das so was sehr deprimierend ist einen Job zu machen der so dermaßen unter dem Level ist für den man eigentlich ausgebildet wurde. Bei mir war es Marktforschung. Ich stand Jahrelang nach meinem Studium für die Marktforschung auf der Straße um Leute für Umfragen zu "Baggern" weil ich mit dem was ich gelernt habe nicht über die Runden kam. Gut es war jetzt keine richtig schwere Körperiche arbeit. Aber es ist teilweise sehr erniedrigend! Wenn man dann immer noch nicht von dem Leben kann was man sich erarbeitet ist der Frust noch größer.

Erschwerend kommt noch hinzu das solche Infos in Lebensläufen bei einigen Personalern nicht gut ankommen. Auch wenn es immer weniger "Markellose" Lebensläufe gibt wird sowas immer noch gerne bevorzugt.

Ja natürlich gibt es auch den faulen Arbeitslosen der null ausgebildet ist und zu Faul ist zu arbeiten. Doch diese Anzahl dürfte so Gering sein das sie keine Rechtfertigung für die ganzen Hartz 4 Repressalien sein können.

Im Grunde war Hartz 4 der Beste Weg dafür zu sorgen das sich Deutschland zu einem "Billiglohnland" entwickelt. So wie es Schröder damals wollte. http://www.spiegel.de/wirtschaft/lohnde ... 97387.html

Denn wenn man nicht solche Jobs annimmt wird man gnadenlos gekürtzt. Auf diesem Weg wird dann gerne Artikel 1 des Grundgesetzes "Würde des Menschen" umgangen. Da ja die Menschen keine andere Wahl haben als ja zu sagen kann man mit ihnen machen was man will. Mit richtigem Widerstand ist nicht zu rechnen. Denn wenn einer muckt fliegt er und ein anderer wird eingespannt.



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BeitragVerfasst: 01.07.2013 14:48 
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@Elwood
Marktforschung?
Wenn Du dazu eine solide Ausbildung in Statistik hast, dann hast Du die allerbesten Zukunftsaussichten.
Hier sind heute schon kaum Leute zu bekommen und das wird sich in der Zukunft noch dramatisch verschärfen.


Stichwort faul:
ich hoffe, dass bei allen, die hier mitgelesen haben (OK, außer Earth ... ) angekommen ist, dass ich niemandem Faulheit unterstellt habe.
Ich habe lediglich festgestellt, dass die Bereitschaft, körperlich harte Arbeit anzunehmen seit mehreren Jahrzehnten rückläufgi ist (nicht erst seit durch die Öffnung des Osten die Löhne so stark gesunken sind).

Ich war zum Glück noch nie arbetislos, aber ich verstehe die Zwickmühle hier natürlich.
Selbst ohne Druck durch die Arge: wie lange macht es Sinn, zu warten/hoffen, wieder eine Anstellung im Ausbildungsberuf zu bekommen?
Dequalifizierung passiert schnell und ab einer gewissen Dauer der Arbeitslosigkeit kommt das Stigma dazu.
Scheißsituation.

Weil Du das Thema ansprachst, ob man nach dem Studium einen passenden Job bekommt:
übel finde ich auch diese beschissene Strategie (vor allem großer Firmen) Studienabgänger nicht mehr fest sondern nur noch befristet einzustellen.
Das mag für den Einstieg ja durchgehen, hat aber oftmals leider auch Methode und junge Berufstätige werden von Befristung zu Befristung weiter geschoben. :angry:
Es wurden hier eindeutig einige Türen zu weit aufgestoßen und ähnlich wie bei den Aufstockern wird das leider gnadenlos ausgenutzt.



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BeitragVerfasst: 01.07.2013 16:12 
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bravado hat geschrieben:
@Elwood
Marktforschung?
Wenn Du dazu eine solide Ausbildung in Statistik hast, dann hast Du die allerbesten Zukunftsaussichten.
Hier sind heute schon kaum Leute zu bekommen und das wird sich in der Zukunft noch dramatisch verschärfen.


Stichwort faul:
ich hoffe, dass bei allen, die hier mitgelesen haben (OK, außer Earth ... ) angekommen ist, dass ich niemandem Faulheit unterstellt habe.
Ich habe lediglich festgestellt, dass die Bereitschaft, körperlich harte Arbeit anzunehmen seit mehreren Jahrzehnten rückläufgi ist (nicht erst seit durch die Öffnung des Osten die Löhne so stark gesunken sind).

Ich war zum Glück noch nie arbetislos, aber ich verstehe die Zwickmühle hier natürlich.
Selbst ohne Druck durch die Arge: wie lange macht es Sinn, zu warten/hoffen, wieder eine Anstellung im Ausbildungsberuf zu bekommen?
Dequalifizierung passiert schnell und ab einer gewissen Dauer der Arbeitslosigkeit kommt das Stigma dazu.
Scheißsituation.

Weil Du das Thema ansprachst, ob man nach dem Studium einen passenden Job bekommt:
übel finde ich auch diese beschissene Strategie (vor allem großer Firmen) Studienabgänger nicht mehr fest sondern nur noch befristet einzustellen.
Das mag für den Einstieg ja durchgehen, hat aber oftmals leider auch Methode und junge Berufstätige werden von Befristung zu Befristung weiter geschoben. :angry:
Es wurden hier eindeutig einige Türen zu weit aufgestoßen und ähnlich wie bei den Aufstockern wird das leider gnadenlos ausgenutzt.


Nein, ich bin ausgebildeter Fotograf und Kameramann. Mit MaFos habe ich nix am Hut. Statistik hatte ich mal als Physiklaborant durchgenommen. Alles tolle Theorie. Doch wenn dann im "Feld" die Umfragen entweder komplett selber gemacht werden, Stammprobanten ihre Popos in den Umfragestudios wärmen oder Daten von Probanten angepasst werden damit sie in die gewünschte Zielgruppe passen ist diese Branche für mich nur reine Verblendung und Geldverschwendung. Ansonsten habe ich hier noch andere Geschichten erlebt wie man einfach Scheinselbstständigkeit und Sozialbetrug begehen kann.

Der Respekt gegenüber Körperliche arbeit hat IMHO in den letzten Jahren auch rapide abgenommen. gleichzeitig mit dem ständig sinkenden Lohn für Handwerker. Die Zeiten des Goldenen Handwerks sind vorbei. Gilt auch für Industriearbeiter die froh sein können über Werksverträge noch n Job zu finden. Sofern man doch nicht auf die Idee gekommen ist im Ausland billiger zu Produzieren.

Ja die angesprochenen Trainee, Volontair oder Praktiumsstellen... sehr nervig... aber das ist beim Bayerischem Fernsehen nicht anders. Ich habe hier einen 65 Tage Vertrag. Das heißt ich kann maxiamal 65 Tage für den Sender arbeiten. Danach hätte ich rechtlich gesehen einen anspruch auf eine Festanstellung. Worauf ich kein Bock habe, aber das ist egal. Die Gage ist OK, aber von dem Einkommen alleine könnte ich nicht leben. Dabei ist es egal ob ich nun im Landtag einen Seehofer Interviewe oder mir auf dem Wendelstein den arsch abfriere. Die Gage bleibt die gleiche. Rational gesehen hätte ich bei der Einstellung sagen können "ne also ich habe Höhenangst und total unsportlich" dann hätte ich nur einfache Sachen bekommen und müsste nicht meine eigenen Outdoor klamotten für den Sender aufarbeiten. Aber da mir das so ganz unrational spaß macht hab ich das gegenteil gemacht.



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BeitragVerfasst: 01.07.2013 17:02 
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Elwoodjblues hat geschrieben:
Nein, ich bin ausgebildeter Fotograf und Kameramann. Mit MaFos habe ich nix am Hut. Statistik hatte ich mal als Physiklaborant durchgenommen.


Oh, dann hatte ich das falsch verstanden.

Elwoodjblues hat geschrieben:
Der Respekt gegenüber Körperliche arbeit hat IMHO in den letzten Jahren auch rapide abgenommen. gleichzeitig mit dem ständig sinkenden Lohn für Handwerker.

Ich wiederhole mich, aber schon Anfang mitte der 70er war für bestimmte Berufe, in denen schwer körperlich gearbeitet werden muss kaum noch Nachwuchs zu finden.
Dieses Phänomen existierte schon vor der Lohnerrosion, und jetzt natürlich erst recht ...

Elwoodjblues hat geschrieben:
Die Zeiten des Goldenen Handwerks sind vorbei.


kann ich jetzt aus eigenem Erleben so nicht bestätigen:
die Auftragsbücher sind hier im Süden beim Handwerk augenscheinlich randvoll.
Wer zur Zeit einen Schreiner braucht, einen Flaschner oder einen Landschaftsgärtner muss eine Nummer ziehen und sich hinten anstellen ...



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BeitragVerfasst: 01.07.2013 17:59 
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Bitte für mich unwissenden Exil-Norddeutschen ... was ist denn ein 'Flaschner'? ... Arbeitet der im Getränkemarkt? ... :boys_0137: :biggrinn:



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BeitragVerfasst: 01.07.2013 18:00 
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BeitragVerfasst: 01.07.2013 19:13 
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flo11012 hat geschrieben:
Bitte für mich unwissenden Exil-Norddeutschen ... was ist denn ein 'Flaschner'? ... Arbeitet der im Getränkemarkt? ... :boys_0137: :biggrinn:


Mit Flaschen hatte er früher wirklich mal zu tun - mit solchen für Pulver ... :irony:

Ein Flaschner bearbeitet Bleche - man nennt das anderenorts z.B. Klempner oder Spengler.



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BeitragVerfasst: 01.07.2013 20:56 
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das "außer Earth" ist echt witzig...

zu Elwood :
Handwerk ist fast das einzigste mit goldenem Boden,da NOTFALLS jede Menge Schwarzarbeit den Handwerker sehr gut leben läßt.
Ich kenne Maler die Porsche fahren....hört hört Maler...mittlerweile Dienstleistern die AUCH (verbotenerweise) Außenfassaden und sonstige Bauleistungen.Den auch dein Maler hat Rumänen oder sagen wir besser : rumänische 1 Mann Firmen, die mauern können.....

zu Jenny : die Zuwanderer es BILLIGER machen... und der Bauträger oder auch Landwirt...gar keinen deutschen Störenfried und Lohnanheber dabei haben will....der könnt sich ja informieren und aufhetzen.
zumal du von Anfang 70igern redest wo ganz Türkei kam.....erst haben die Deutschen über die " 5 Dollar Neger" in USA gelacht, dann über Türken oder jetzt Rumänen...rate mal wer jetzt über die Deutschen lacht.....Lohndumping by Government....Danke Schröder....

mittlerweile hat uns ganz Europa in Puncto Lebenswertigkeit überholt.

der Deutsche wird per System ins Asoziale gemobbt (Stichwort...Hartz4 uff Malle oder "Alles Pauschal-Säufer) dabei wird er real von der regierenden Executive drangsaliert, terrorisiert und kriminalisiert...auch der Mittelstand wird durch die Finanzbehörde eliminiert ...am besten alle ins hartz schicken , da hat die Exekutive die Vollkontrolle übers Volk (erinnert mich an was) und über die Wirtschaft aka restlichen Wirtschaftsriesen...

....aber okay das betrifft ja uns nicht..........Geiz ist Geil auch beim Stundenlohn oder unbefristeten Arbeitsverträgen



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BeitragVerfasst: 01.07.2013 23:39 
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bravado hat geschrieben:
Elwoodjblues hat geschrieben:
Nein, ich bin ausgebildeter Fotograf und Kameramann. Mit MaFos habe ich nix am Hut. Statistik hatte ich mal als Physiklaborant durchgenommen.


Oh, dann hatte ich das falsch verstanden.

Elwoodjblues hat geschrieben:
Der Respekt gegenüber Körperliche arbeit hat IMHO in den letzten Jahren auch rapide abgenommen. gleichzeitig mit dem ständig sinkenden Lohn für Handwerker.

Ich wiederhole mich, aber schon Anfang mitte der 70er war für bestimmte Berufe, in denen schwer körperlich gearbeitet werden muss kaum noch Nachwuchs zu finden.
Dieses Phänomen existierte schon vor der Lohnerrosion, und jetzt natürlich erst recht ...

Elwoodjblues hat geschrieben:
Die Zeiten des Goldenen Handwerks sind vorbei.


kann ich jetzt aus eigenem Erleben so nicht bestätigen:
die Auftragsbücher sind hier im Süden beim Handwerk augenscheinlich randvoll.
Wer zur Zeit einen Schreiner braucht, einen Flaschner oder einen Landschaftsgärtner muss eine Nummer ziehen und sich hinten anstellen ...


Warum dieser Respekt schon in den 70ern abgenommen hat kann ich aus mangeldem Alter nicht überprüfen. ;) Nur das was ich erlebe, lese und interpretiere. Ich glaube mal das in den Jahren dafvor, also in den 50ern und 60ern Körperliche Arbeit relativ "normal" war und mangels Technischer alternativen keine andere möglichkeiten gab. So das an die Wahl zwischen "Knochenjob" und "Malocher Job" hatte. Kann sein das sich das in den 70ern geändert hat. Wer würde schon gerne seine Brötchen mit schwerem Buckeln verdienen wollen wenn man es auch einfacher haben könnte? Ich glaube so eine Reaktikon ist ganz normal.

Nun, für die Firmen mag das stimmen das für sie Geld regnet. Doch für die Arbeiter die sich dafür die Finger schmutzig machen muss das nicht automatisch bedeuten das sie auch nass werden. Da die Meisten als Leiharbeiter unterwegs sind und demnach viel weniger verdienen als ihre "Festen". Ich habe mich da etwas falsch ausgedrückt.



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BeitragVerfasst: 02.07.2013 08:51 
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Elwoodjblues hat geschrieben:
Da die Meisten als Leiharbeiter unterwegs sind und demnach viel weniger verdienen als ihre "Festen". Ich habe mich da etwas falsch ausgedrückt.
Der Anteil der "Leiharbeiter", also der AÜG-Kräfte liegt bei uns in Deutschland mit ca. 2%, oder anders ausgedrückt weniger als einer Million, doch noch recht niedrig. In UK beispielsweise ist der Anteil mit etwa 5% deutlich höher. Außerdem ist nach wie vor ein überproportional hoher Anteil der AÜGler in Büro-Berufen unterwegs und auch der Anteil der Ingenieure ist gar nicht so klein.

Was du vielleicht damit gleichsetzt, aber tatsächlich etwas anderes ist, ist, dass manche Firmen Teile ihrer Produktion im Werkvertrag vergeben, also outsourcen, wie das neudeutsch heißt. In einer (Dunkel-)Grauzone bewegt man sich allerdings, wenn Mitarbeiter des Dienstleisters neben Stammmitarbeitern des Herstellers am Band stehen und zwar regelmäßig und ständig. Das ist vom Charakter her dann doch eher Arbeitnehmerüberlassung und gehört bekämpft. Aber ist das nicht die absolute Ausnahme? Es soll allerdings sogar bei der Herstellung deutscher Nobelkarossen mit dem Stern vorkommen.

Ein Sektor der vielleicht noch deutlich problematischer ist, allein weil auch die Anzahl deutlich höher ist, ist der immer weiter steigende Anteil geringfügig Beschäftigter, der sogenannten 450-Euro-Jobber. Das sind heute schon fast 5 Millionen, die nur in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis stehen, und noch einmal halb so viele, die einer Nebentätigkeit nachgehen, die meisten natürlich, weil das Geld aus dem ersten Beschäftigungsverhältnis nicht reicht, um die Familie zu ernähren. Das liegt natürlich daran, dass in einigen Bereichen das Lohnniveau nicht mit der allgemeinen Preisentwicklung Schritt gehalten hat. Das gilt aber nicht nur für den AÜG-Sektor.



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BeitragVerfasst: 02.07.2013 22:09 
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Da wir gerade speziell vom Mittelständischem Handwerk (Maler, Elektriker oder allgemein Bau) gesprochen haben bezog ich mich speziell auf leiharbeiter. Werksverträge sind so viel ich weiß in großen Betrieben (BMW) normal geworden. Aber es gibt auch tolle tricks Scheinselbsständigkeiten herzustellen. Wenn man noch 400 euro Jobber oder die ganzen Praktikanten, Trainees oder Volontäre hinzurechnet ist das instrumentarium um Legal weniger lohn/gehalt/gage zu zahlen recht hoch!

Ich denke mal jede Branche hat so seinen eigenen weg gefunden um die Lästigen Personalkosten zu drücken!



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BeitragVerfasst: 05.07.2013 22:43 
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ihr wisst es ALLE im Kern ! Warum soll dann ein branchenweiter Mindestlohn von 15.- € und steuerfreies Hinzuverdienen für Hartzler (von mir aus bis 750.-€) so schlimm sein? letztens wäre das eine Lösung Chance des (Armut durch Arbeiten) Problems, den Arbeit muss sich , ohne Gnade, für den der es tut (einigerm.) lohnen!?!
Nur weil die Politik Leiharbeit im Niedriglohnsektor will, muss es doch das Volk (also die die Geknechtet werden ) nicht wollen !
Das VOLK darf es nicht wollen.



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