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 Betreff des Beitrags: European Killfest 2009 Exodus, Overkill
BeitragVerfasst: 26.02.2009 16:58 
Rush-Stalker
Rush-Stalker
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Zum Rosenmontagsausklang machen sich 6 Pappnasen mit der Westfrankenbahn auf den Weg nach Aschaffenburg in den Colossaal, um den Tag der Narren mit dem Killfest 2009 ausklingen zu lassen. 4 Bands sind angesagt, so dass wie üblich die erste Gruppe schon 45 Minuten vor dem offiziellen Konzertbeginn laut Ticket auf die Bühne muss. Das sollten die im Colossaal endlich mal lernen, dass man bei mehr als zwei Bands mit einer Deadline von 23.30 Uhr niemals mit einem Start um 20 Uhr hinkommt. Aber wir sind heute rechtzeitig vor Ort und verpassen nix! Das Konzert scheint mir ausverkauft zu sein, zumindest kann man kaum umfallen, so voll ist die Bude.

Gama Bomb
Klassischer 80er Thrash-Metal einer jungen Band aus Irland. Wenn mir einer gesagt hätte, dass er die Songs seit 1986 auf Tape hat, ich hätte es geglaubt. Die klingen dermaßen authentisch, das ist schon unglaublich. Sogar der dürftige Gesang klingt nach einer Rumpelkombo aus den 80ern. Irgendwie fühlt man sich gleich gut 20 Jahre jünger und deshalb ist es trotzdem geil.

Torture Squad
Technisch gleich viel anspruchsvoller und soundmäßig deutlich wuchtiger machen die Brasilianer keine Gefangenen. Immer wieder schleichen sich Death-Metal-Klänge in den Thrash-Sound der Band. Midtempo? Wer braucht so was? Die Menge tobt. Nichts was ich im CD-Regal brauche, aber live mit hohem Unterhaltunsgwert.

Exodus
Die Kerle fehlen mir noch bei meinen Live-Erlebnissen. Trotz Ersatzdrummer kommt der Sound noch eine Spur wuchtiger und präziser als bei den beiden Vorbands. Der neue Sänger kann zwar keinem der beiden Vorgänger stimmlich das Wasser reichen, macht aber dennoch ordentlich Stimmung. Eine absolute Frontsau. Was bei einem derartigen Old-School-Event eine Wall of Death zu suchen hat, bleibt mir zwar schleierhaft, aber es hat funktioniert. Meine persönlichen Highlights waren "Toxik Waltz" und "Fabulous Disaster", da mir gerade diese Phase aus dem Schaffenswerk der Band am besten gefallen. Da kommen die neueren Songs nicht mit, weil einfach die Refrains für die Ewigkeit fehlen. Zu viel Geboller, zu wenig Wiedererkennungswert. Und bei der Gelegenheit kann ich mich gleich outen, dass ich vor über 20 Jahren schon die "Bonded By Blood" für überbewertet hielt und auch heute die Lieder nur ganz nett finde.

Overkill
Gama Bomb waren Amateurliga, Torture Squad kämpfen in der 2. Liga um den Aufstieg und Exodus sind schon 1. Liga. Was sind dann Overkill? Ganz klar: Champions League! Scheiß auf die letzten 17 Jahre, heute ist Old-School pur angesagt. "Deny The Cross" zeigt gleich, wo der Hammer hängt. Der Druck ist unglaublich, das ist Spielfreude! "Evil Never Dies" schlägt in die gleich Kerbe und bei"Hammerhead" ist die Stimmung schon am Überkochen. Bei "Hello From The Gutter" muss ich schnell meinen Becher Äppler herunterkippen, damit ich mich bei "Rotten To The Core" in den Pit stürzen kann! Der reinste Jungbrunnen... Bei "Elimination" und "Skull & Bones" bleibt etwas Luft zum Erholen, so dass ich mich bei "Feel The Fire" bis kurz vor die Bühne durchkämpfen kann. Inzwischen gehen auch schon die Crowdsurfer über unsere Köpfe hinweg. "In Union We Stand" – meine Stimme ist am Abkacken! Aber bei "Overkill" wird noch mal alles gegeben, bevor die blendend aufgelegte Band die Bühne verlässt. Auf "Horroscope" als Zugabe hätte ich gerne zugunsten eines weiteren Songs von meiner Lieblingsscheibe "Taking Over" verzichtet, aber man soll nicht meckern, schließlich bekommt man mit "Fuck You" samt Schlenker Richtung Motörheads "Overkill" zum Abschluss noch mal so richtig die Vollbedienung. Das waren zwar nur ca. 70 Minuten, aber die hatten es in sich! Geniale Liveband, geniale Setlist, super Frontman, druckvoller Sound und super Stimmung im Publikum.



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