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BeitragVerfasst: 13.06.2013 13:51 
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greyfriar hat geschrieben:
:shock:
Da du und Tante Google die einzigen sind die wissen wie etwas funktioniert ist es immer wieder schön, es auch dann mit ach so sinnvollen Aussagen wie "Natürlich tritt da Strahlung aus, ist auch völlig normal und nicht schlimm", erklärt zu bekommen. Garantiert werde ich diesen Internabericht nicht dir schicken, sondern jemand der sich mit der Materie täglich befasst, es ernst nimmt und nicht mit Verharmlosung und Vernietlichung für eine hochgefährliche Technologie Werbung macht.
Da der (angebliche) Bericht nun schon eine Weile in meiner Obhut schlummert, werde ich ihn am Wochende mal rauskramen und gerne daraus zitieren.
Ich verharmlose und verniedliche hier gar nichts, befasse mich seit nunmehr 22 Jahren (arbeits-) täglich damit, habe mich zuvor durch ein ingenieurwissenschaftliches Studium mit Vertiefung Kernprozesstechnik darauf vorbereitet, beschäftige mich aber auch in meiner Freizeit mit dem Thema, insbesondere da auch mit ethischen Fragen zur Anwendung von Kerntechnik und mit der Argumentation der Gegner. Ich schaue zwar gern auch mal in Google und Wikipedia, genauso aber auch in meine Bücher und Vorlesungsunterlagen aus dem Studium, was bei diesem Thema allerdings kaum erforderlich war.
greyfriar hat geschrieben:
Die Liste mit Störfällen in Philippsburg ist lang, nur leider dringt davon nicht wirklich etwas (alles) an die Öffentlichkeit. Nicht meldepflichtige Störfälle werden dann auch nicht an die Aufsicht weitergeleitet. Logisch, man schneidet sich ja nicht gern ins eigene Fleisch.
Ob nun ein Grüner Landesvater wirklich alles erfährt, kann ich nicht beurteilen. Wie weit er auf Vertuschungen Einfluss hat, kann ich auch nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass von diesem einen Fall NICHTS an die Öffentlichkeit gedrungen ist. Liegts jetzt daran, dass es nicht meldepflichtig war oder war es meldepflichtig und ist beschönigt worden. Das können nur die Verantwortlichen selbst wissen, die übrigens eine ganz eigene Form der "German Angst" entwickelt haben, nämlich die, ihre Milliardengewinne könnten etwas schrumpfen. Perverse Geschäftemacherei auf Kosten des kleinen Mannes.
Cheers Grey
In dem konkreten Fall, den du anführst, ein angeblich undichter CASTOR, halte ich es für ausgeschlossen, dass so etwas hätte verheimlicht werden können. Bei Beladung, Trocknung und Abfertigung der Behälter sind immer Leute vom Betreiber, vom Hersteller des Behälters, vom TÜV und von der Aufsichtsbehörde dabei. Ich habe ja viel Fantasie, aber so einen hanebüchenen Unsinn könnte ich mir nicht mal ausdenken. Es wäre übrigens auch total unlogisch, so etwas zu vertuschen, weil davon niemand, erst recht nicht EnBW, einen wirtschaftlichen Vorteil hätte. Dabei kann es sich nur um das Gespinst eines sehr kranken Hirns handeln, es sei denn, du wirfst da Strahlung und Leck durcheinander, die absolut nichts miteinander zu tun haben.



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BeitragVerfasst: 13.06.2013 14:30 
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Elwoodjblues hat geschrieben:
Wenn alles so seinen richrigen und gerechten gang gehen würde hätten wir ja auch nicht alle schisslang Lebensmittel Skandale, NSU Prozesse, Steuerhinterziehung, Bankenpleiten, Falsche Doktoranten usw. Denn es wir ja alles so gut kontrollier und gemeldet.
Stimmt, ich behaupte auch nicht, dass in der Atomindustrie immer alles koscher war oder ist. Das Gegenteil wurde durch den TN-Skandal Ende der 80er bewiesen. Greys Story ist aber so abwegig, dass ich mir wirklich 100%ig sicher bin, dass das so nicht stimmen kann. Nochmal: Warum sollte ein Unternehmen etwas vertuschen, eventuell sogar noch Aufsichtsbeamte und Gutachter schmieren, was für die Vertuschung absolut notwendig wäre, sich gegenüber eigenen Mitarbeitern und denen anderer Firmen erpressbar machen, wenn als Resultat der Vertuschung auch noch deutlich höhere Kosten und damit ein deutlich geringerer Gewinn für das Unternehmen unausweichlich wären. Ihr sagt doch immer, die sind so geldgeil. Ich kenne jedenfalls keinen Manager, der sein Unternehmen so hasst, dass er für die Genugtuung, es zugrunde gerichtet zu haben, auch noch in Kauf nehmen würde, ins Gefängnis zu gehen. Wie gesagt, völlig unlogisch das Ganze.



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BeitragVerfasst: 13.06.2013 15:52 
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Ellery Sneed hat geschrieben:
@ the watchmaker
Was mich interessieren würde: wie wird so ein Castor evakuiert?
Das macht doch nur Sinn, wenn das wegzusperrende Material schon drinn ist, folglich strahlt. Und zieht man dann die Luft raus, die kontaminiert ist? Wohin mit der belasteten Luft? Unter welchen Bedingungen findet das statt?
Das erkläre ich dir gern. Übrigens hast du Recht, natürlich macht das evakuieren erst Sinn, wenn der Behälter schon beladen ist. Der CASTOR wird unter Wasser beladen, in der sogenannten Ladebucht des Brennelementbeckens. Dann wird noch unter Wasser der Primärdeckel aufgesetzt. Der Behälter wird wieder aus dem Becken herausgehoben. Das sogenannte Kontaminationsschutzhemd, eine Hülle aus faserverstärktem Kunststoff, die über den Behälter gezogen wird, um ihn vor dem direkten Kontakt mit dem kontaminierten Beckenwasser zu schützen, wird abgenommen. Dann wird zuerst das Wasser, das noch im Behälter ist, durch eine Absauglanze größtenteils abgesaugt und in das BE-Lagerbecken zurückgepumpt. Dabei wird der Behälter belüftet. Dann schließt man den Behälter an die Trocknungsanlage an, die im Wesentlichen aus einer Vakuumpumpe, einem Kondensator und einem mehrstufigen Filter besteht. Das kondensierte Wasser enthält praktisch die gesamten Radionuklide und wird ebenfalls ins Lagerbecken zurückgepumpt. Die Luft ist nur sehr gering belastet. Sie geht über die Filter in die Entlüftung des Reaktorgebäudes und dann über weitere Filter letztlich in den Abluftkamin des Kraftwerks. Der Druck im Behälter beträgt am Ende weniger als 1 mbar. Das ist dann übrigens quasi nur noch Wasserdampf.



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BeitragVerfasst: 13.06.2013 16:06 
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Da wir es ja hier mit einem Experten zu tun haben, der wohl gerne seine geistigen Auswürfe mit Beleidigungen würzt, muss ich wohl die Diskussion auf diesem Niveau weiterführen.
Nee, lieber nicht das versaut mir nur mein Wochenende. Zumindest werde ich darauf reagieren und meinen hanebüchenen, schwachsinnigen Posts, die übrigens alle in meinem sehr kranken Hirn entstehen, noch so einen Post in die Welt setzen, so dass der Herr Ingenieur weitermachen kann.

An einem Castorbehälter im KKP (Kernkraftwerk Philippsburg) wurden radioaktive Verunreinigungen festgestellt. Diese beziehen sich auf den Behälter selbst und das Transportgestell, auf das der Behälter verladen werden sollte. Ebenso war der Auffangbehälter unter dem Transportgestell kontaminiert (Querträger und Bodenwanne). Vor der Ausschleusung wurde der Behälter auf dem Schleusenwagen des Hubportals ausgemessen, wobei sich keine Befunde ergaben (Nulleffekt). Ebenso ohne Befunde, vor der Ausschleusung, waren die Tragzapfen für die Seil-Anschläge...

Es erfolgten Screenings, Wischtests, Direktmessungen usw. um die Verunreinigung zu dokumentieren.

Eine spannende Lektüre hab ich da in den Händen. Vor allem gefallen mir die Kapitel Störmeldung: KP25.........UZT Freigelände vor Interimslager, Summenaktivität und Nuklidzusammensetzung, Bewertung der Meldepflicht...usw. So richtig toll ist die Stellungnahme der Fachabteilung in der es heißt 'Die Herkunft der Kontamination ist noch nicht geklärt' (Der Bericht ist zu diesem Zeitpunkt bereits 9 Tage alt).

Es macht mir einfach Spass, mir so etwas aus den Fingern zu saugen und dann irgendwo zu posten.



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BeitragVerfasst: 13.06.2013 16:33 
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Watch. Es ist ganz einfach. Du musst mir nur glauben, dass ich über so ein Dokument verfüge. Du hast vielleicht den technischen Background, ich aber die Information. Das Teil kommt garantiert zu geraumer Zeit in die richtigen Kanäle, die dann etwas damit anfangen können. Ich kann es weder posten noch Veröffentlichen (noch nicht). Wenn du mich besser kennen würdest, wäre es einfacher. Du hast nur mein WORT drauf.
Cheers Grey



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BeitragVerfasst: 13.06.2013 17:35 
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greyfriar hat geschrieben:
Da wir es ja hier mit einem Experten zu tun haben, der wohl gerne seine geistigen Auswürfe mit Beleidigungen würzt, muss ich wohl die Diskussion auf diesem Niveau weiterführen. Nee, lieber nicht das versaut mir nur mein Wochenende. Zumindest werde ich darauf reagieren und meinen hanebüchenen, schwachsinnigen Posts, die übrigens alle in meinem sehr kranken Hirn entstehen, noch so einen Post in die Welt setzen, so dass der Herr Ingenieur weitermachen kann.
Ich habe eindeutig nicht geschrieben, dass du ein krankes Hirn hättest. Das käme mir auch nie in den Sinn. Ich hatte geschrieben "Dabei kann es sich nur um das Gespinst eines sehr kranken Hirns handeln,(Achtung! Achtung! Bis hier war zwar von einem kranken Hirn die Rede, aber nicht von irgendeiner Person, der dieses gehört.) es sei denn, du wirfst da Strahlung und Leck durcheinander, die absolut nichts miteinander zu tun haben." Ich habe ausdrücklich nicht geschrieben, dass du dir das ausgedacht hast. Allerdings hatte ich irgendwie schon vermutet, das du da etwas falsch interpretierst. Mit den falschen Informationen, die du bisher geliefert hast, hast du leider dazu beigetragen, dass die ganze Geschichte völlig abstrus und unlogisch erschien.
greyfriar hat geschrieben:

An einem Castorbehälter im KKP (Kernkraftwerk Philippsburg) wurden radioaktive Verunreinigungen festgestellt. Diese beziehen sich auf den Behälter selbst und das Transportgestell, auf das der Behälter verladen werden sollte. Ebenso war der Auffangbehälter unter dem Transportgestell kontaminiert (Querträger und Bodenwanne). Vor der Ausschleusung wurde der Behälter auf dem Schleusenwagen des Hubportals ausgemessen, wobei sich keine Befunde ergaben (Nulleffekt). Ebenso ohne Befunde, vor der Ausschleusung, waren die Tragzapfen für die Seil-Anschläge...

Es erfolgten Screenings, Wischtests, Direktmessungen usw. um die Verunreinigung zu dokumentieren.

Eine spannende Lektüre hab ich da in den Händen. Vor allem gefallen mir die Kapitel Störmeldung: KP25.........UZT Freigelände vor Interimslager, Summenaktivität und Nuklidzusammensetzung, Bewertung der Meldepflicht...usw. So richtig toll ist die Stellungnahme der Fachabteilung in der es heißt 'Die Herkunft der Kontamination ist noch nicht geklärt' (Der Bericht ist zu diesem Zeitpunkt bereits 9 Tage alt).

Es macht mir einfach Spass, mir so etwas aus den Fingern zu saugen und dann irgendwo zu posten.
Nun, das sind ja jetzt endlich mal verwertbare Informationen und schon wird so langsam aber sicher ein Schuh draus. Es geht also, bisher zumindest, gar nicht um austretende Strahlung (Maß für die Strahlungsintensität ist gemeinhin die Dosisleistung, gemessen in Sv/h) sondern um eine festgestellte Kontamination, die übrigens in Bq/cm² gemessen wird. Es wäre interessant, die Messwerte zu kennen. Zu dieser Kontamination heißt es da 'Die Herkunft der Kontamination ist noch nicht geklärt'. Von einem Leck ist keine Rede. Für Kontamination an Gegenständen, die aus einem Kontrollbereich ausgeschleust werden, in dem mit offenen radioaktiven Stoffen umgegangen wird, gibt es viele mögliche Gründe. Ein Leck des Behälters schließe ich nach wie vor aus, zumal wie ich Ellery ja erklärt habe, im Innenraum des Behälters ein Vakuum herrscht und von dort gar nichts austreten könnte. Die Kontamination wird irgendwie, wahrscheinlich durch kontaminiertes Wasser, von außen auf Behälter, Transportgestell und Auffangbehälter gekommen sein. Damit wird sich die Sache doch nicht für einen großen Skandal eignen und ich kann mich beruhigt zurücklehnen. Ich fürchte allerdings, dass sich nie eindeutig klären lassen wird, wie die Kontamination auf den Behälter kam. Es muss ja unbemerkt zwischen der Wischtestnahme und dem Ausschleusen gewesen sein. Das Ganze muss übrigens mindestens sechs Jahre her sein. Zu dem Zeitpunkt gab es allerdings noch die alte CDU-geführte Landesregierung.


Zuletzt geändert von the watchmaker am 13.06.2013 17:41, insgesamt 1-mal geändert.


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BeitragVerfasst: 13.06.2013 17:37 
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greyfriar hat geschrieben:
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Mittlerweile glaube ich dir das. Nur steht nach allem, was du jetzt zuletzt geschrieben hast, nicht das drin, was du ursprünglich angedeutet hattest.

Ebenfalls Cheers Watch



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BeitragVerfasst: 13.06.2013 21:10 
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In manchem liegst du nicht so falsch. Der Bericht schlummert seit 9 Jahren, um genau zu sein. Ein Jahr muss er noch. Ich hab's versprochen! Ich weiß auch (ergibt sich aus dem Text), welche Messwerte wofür stehen. Die von dir angegebene Strahlungsintensität von 2mSv/h (die laut deiner Aussage in Philippsburg nicht überschritten wurde) betrug jedoch mehr als das 7-fache. Der Wischtest wurde auf 300 cm² vorgenommen. Die Leckage wurde nicht ausgeschlossen, da es kein Abschlussbericht ist. Es handelt sich um eine damals aktuelle SZ Basisanalyse und eine Prüfung der Meldepflicht. Was am Ende dabei rauskam bleibt im Dunkeln. Ich betone nochmal ausdrücklich, dass ich mir nichts aus den Fingern gesaugt habe. Ich wollte dir auch keine schlaflosen Nächte bereiten, sondern nur aufzeigen, dass es in Sachen Information für die Öffentlichkeit hier erhebliche Verdunkelungen und Verschleierungen gibt. Das gibt natürlich Anlass die Machenschaften der Herren Betreiber zu hinterfragen. Ich hab auch nie behauptet, dass dieses Papier sich für einen großen Skandal eignet. Ich hoffe nur, dass es so viel Staub aufwirbelt, so dass es auch nach 10 Jahren noch, für eine neuaufbrandende Diskussion in unserer Region sorgen wird und etliche ENBW Chefärsche kalte Füße bekommen. Wenn auch nur ob der Tatsache, dass ein internes Papier, mit brisantem Inhalt, der Öffentlichkeit zugänglich wurde.
Es zeigt natürlich auch, dass du als Ottonormalkonsument nichts erfährst, was dich aber als Anwohner, in direkter Nachbarschaft dieser Höllenmaschinerie, durchaus betrifft.



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BeitragVerfasst: 13.06.2013 23:21 
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the watchmaker hat geschrieben:
Elwoodjblues hat geschrieben:
Wenn alles so seinen richrigen und gerechten gang gehen würde hätten wir ja auch nicht alle schisslang Lebensmittel Skandale, NSU Prozesse, Steuerhinterziehung, Bankenpleiten, Falsche Doktoranten usw. Denn es wir ja alles so gut kontrollier und gemeldet.
Stimmt, ich behaupte auch nicht, dass in der Atomindustrie immer alles koscher war oder ist. Das Gegenteil wurde durch den TN-Skandal Ende der 80er bewiesen. Greys Story ist aber so abwegig, dass ich mir wirklich 100%ig sicher bin, dass das so nicht stimmen kann. Nochmal: Warum sollte ein Unternehmen etwas vertuschen, eventuell sogar noch Aufsichtsbeamte und Gutachter schmieren, was für die Vertuschung absolut notwendig wäre, sich gegenüber eigenen Mitarbeitern und denen anderer Firmen erpressbar machen, wenn als Resultat der Vertuschung auch noch deutlich höhere Kosten und damit ein deutlich geringerer Gewinn für das Unternehmen unausweichlich wären. Ihr sagt doch immer, die sind so geldgeil. Ich kenne jedenfalls keinen Manager, der sein Unternehmen so hasst, dass er für die Genugtuung, es zugrunde gerichtet zu haben, auch noch in Kauf nehmen würde, ins Gefängnis zu gehen. Wie gesagt, völlig unlogisch das Ganze.


Warum sollten sie das machen? ganz einfach weil aus ihrer Sicht die Gefahr das so etwas auffliegt sehr sehr gering ist. Außerdem würde man ja mit jedem zugegebenen Störfall Argumente der Gegner in die Hände spielen. Wenn man dann noch Politische verbündete hat die dafür sorgen können das nicht soo streng kontrolliert wird wie nötig dann braucht man nur noch die richtigen schmieren um das Geschäft am Leben zu halten.

Ich bin kein Freund von Verschöwörungstheorien. Aber Das ist in meinen Augen keine richtige Verschwörung. Sondern nur Menschen die alle ihr eigenen Vorteil suchen.

Für mich ist die Frage ziemlich einfach: will man Menschen die zu blöd sind eine Drone zu besorgen die auch richtig fliegen kann, will man diesen Menschen so eine Technik verantworten die so viel Gefahren birgt? Du schickst ja auch nicht einen 5 Jährigen mit einer geladenen und entsicherten Magnum auf die Straße.....



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BeitragVerfasst: 14.06.2013 08:25 
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In einem Punkt muss ich mich übrigens korrigieren. Bei CASTORen gilt, wie bei manchen anderen Versandstücken ein Grenzwert von 10 mSv/h, nicht 2 mSv/h, wie ich fälschlich schrieb. Ob der Grenzwert nun um den Faktor 7 Komma irgendwas oder 1,5 überschritten wird, ist aber letztlich egal. Überschreitung bleibt Überschreitung. Grund für die Überschreitung ist die äußerliche Kontamination, die natürlich auch zur Dosisleistung beiträgt.

Doch noch eine (oder zwei) Rückfrage(n): Du schreibst von der Dosisleistung, die also 14,x mSv/h betragen muss, und von der Wischtestfläche, standardmäßig 300 Quadratzentimeter. Der Wischtest wird aber nicht zur Ermittlung der Dosisleistung sondern der Kontamintion genommen. Wie hoch war denn die (in Bequerel pro Quadratzentimeter)? Oder war die Dosisleistung am Ende nur die am Wischtestblatt? Das glaube ich zwar nicht, aber wie war das mit den Pferden vor der Apotheke? (Das ist natürlich nur eine rhetorische Frage und zählt nicht. :smile: ) Wenn man mit so einem Wischtestblatt, das ist so eine Art Löschpapierblättchen, rund ca. 6 cm Durchmesser also 30 Quadratzentimeter Fläche, von einer Fläche von 300 Quadratzentimeter die Kontamination abnimmt, ist in dem Augenblick die Kontamination auf dem Blättchen natürlich zehnmal so hoch wie vorher auf der abgewischten Fläche.



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BeitragVerfasst: 14.06.2013 08:33 
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Das ganze gleitet extrem ab. Hier gehtes nicht um deinen einen Fall von Grey, der sicherlich spannend ist. 1. Ging es mal hier um Rush und Politik, dann sind wir hier auf Atomstrom geschwenkt. Und hier sollten wir nicht noch in kleinkarrierte Zahlenschupserei abgleiten. Denn die Grundlegende Frage ist eigentlich ob der Mensch an sich in der Lage wäre so eine Technologie zu beherrschen die so viel Gefahrenpotenzial in sich trägt und mehr weitsicht benötigt als ein Menschen Leben. Ich kann diese Frage nur mit NEIN beantworten. Denn wir sind nur auf den eigenenn Vorteil bedacht. Das ist absolut Menschlich. Doch langfristig gesehen ist dieses Denken gefährlich das in Kombination mit so einer Technik ist das Sau gefährlich.



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BeitragVerfasst: 14.06.2013 09:43 
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Das sehe ich, wie man sicher schon gemerkt hat, vollkommen anders. Vieles verliert den Schrecken, wenn man es erst einmal richtig kennt. Beim Thema Kernenergie ist es doch so wie Neil es so treffend ausgedrückt hat:
"ignorance and prejudice and fear walk hand in hand".

Aber du hast Recht, vom eigentlichen Thema sind wir weit abgekommen. Vielleicht hilft das Zitat, uns wieder auf den rechten Pfad zurückzuführen. Grey, vielleicht sollten wir dafür einen eigenen Fred aufmachen oder das weitere per PN diskutieren. Was meinst du? Ich glaube, wir sind aber sowieso kurz vor dem Ende der Diskussion (zum genannten Fall).



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BeitragVerfasst: 14.06.2013 10:10 
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Ich weiß nicht wo hier die Ignoranz sein soll wenn man sich die Fragen stellt:

Warum sollte man diese Technik anwenden wenn es Alternativen gibt die viel sicherer sind?
Wenn ja wohin mit demm Müll der durch diese Technik entsteht?
Wenn ja, wer möchte die Verantwortung für diese Technik übernehmen? Welche Versicherung soll bei einem Unfall die Schäden bezahlen dann ist auch noch die Frage in wie weit man das eingrenzen will den die Folgen von Stahlenschäden können über Generationen hinweg bestehen bleiben.
Kann man diesen Menschen / Organisationen 100% vertrauen die dafür die Verantwortung übernehmen?

Das sind im Grunde die Kernfragen.

Die mir bisher keiner richtig beantworten konnte.

Danach kommen fragen wie:

Warum werden die ganzen Kosten für den erhalt des Atomstroms nicht zu 100% von den Strompreisen getragen?
Warum weigern sie Bundesländer, wie Bayern, die wehemend für Atomstrom waren auch ein Endlager in ihren gefilden zu suchen?
Wie kann man solche Anlagen in Dicht besiedelten Regionen wie in Deutschland verantworten? Wie will man im Fall des Falles schnell Evakuieren?
Die Reaktoren Isar 1 und 2 z.B. liegen ziemlich nahe an München / Landshut. Wie will Man München bitte schnell evakuieren?




Kurz Lieber Admin / Moderator: Bitte das hier Teilen und in einem neuen Thread auslagern :)



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BeitragVerfasst: 14.06.2013 10:28 
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So jetzt geht's es hier eigens um die Atomfrage.

Aber bleibt sachlich Jungs :cool:



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BeitragVerfasst: 14.06.2013 11:52 
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the watchmaker hat geschrieben:
Beim Thema Kernenergie ist es doch so wie Neil es so treffend ausgedrückt hat:
"ignorance and prejudice and fear walk hand in hand".


Der Kontext, im dem das im Song steht ist erstens ein ganz anderer und zweitens befremdet es mich sehr, Leuten, die nach Jahrzenten der politisch gewollten Desinformation jetzt anfangen, wesentliche Fragen zu stellen Ignoranz und Vorurteile vorzuwerfen.
Ich finde das sogar ziemlich unmöglich um es mal direkt zu formulieren.

Die Entscheidung für die Kernenergie war eine politische.
Keine Ökonomische und schon gar keine ökologische.

Es kommt nur jetzt auf den Tisch, war schon vor 40 Jahren hätte diskutiert werden müssen.



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